Inklusion

Eine Schule für alle!

Inklusion bedeutet das Unterrichten aller Kinder unabhängig von ihren speziellen Förderbedarfen, speziellen Begabungen oder familiären Hintergründen. Die inklusive Beschulung aller Kinder mit und ohne Einschränkungen, sichtbar oder unsichtbar, ist entsprechend der UN-Charta für uns eine Voraussetzung.

Kinder mit Einschränkungen haben nicht nur das Recht an einer Regelschule zu lernen, sondern eröffnen zugleich ein großes Spektrum von Lernchancen für alle anderen Kinder in Bezug auf Mut, Offenheit, Kampfgeist und Kreativität.

Auch für Kinder mit besonderen Begabungen bieten heterogene Gruppen ein ausgezeichnetes Feld individueller Lernchancen und Entwicklungsmöglichkeiten.

Aber auch im Hinblick auf ein gemeinsames Leben und Arbeiten in einer offenen Gesellschaft der Zukunft sind wir auf die erfolgreiche Zusammenarbeit und die Nutzung der Fähigkeiten und Kompetenzen aller unserer Kinder und Jugendlichen angewiesen.

Im Gegensatz zur Integration geht Inklusion davon aus, dass grundsätzlich alle gemeinsam unterrichtet werden sollen und es naturgemäß keine Unterschiede gibt. Die Gruppe der Schüler soll die Vielgestaltigkeit der Gesellschaft wiederspiegeln.

Bei der Integration werden im Sinne der Integration dann einige "nicht normale" zu den "normalen" hinzugenommen. Hier gibt es in gewisser Weise also noch einen Unterschied zwischen "normal" und "nicht normal". 

Bei der Inklusion gibt es diesen Unterschied nicht, da davon ausgegangen wird, dass jeder, der ein Mensch ist, genauso normal ist wie jeder andere auch.

Darum: Eine Schule für Alle!

Herr Hubert Hüppe, der ehemalige Behindertenbeauftragte der Bundesregierung erklärte am 25.11.2012 in Münster anschaulich, was ihn u.a. überzeugt habe, warum es besser sei, in Schulen alle gemeinsam zu unterrichten:  Er sei einmal provokant gefragt worden, ob er glaube, dass wenn sich drei Autisten zusammensetzten, plötzlich einer auf die Idee käme, sich mit den anderen zu unterhalten, oder ob er glaube, dass Sprachbehinderte besser Sprechen lernten, wenn sie in der Schule mit anderen Sprachbehinderten zusammen lernen? Am besten stelle man sich dann noch vor, dass die Eltern ebenfalls sprachbehindert sind.

Zugleich zeigte Frau Margret Raesfeld, Bildungsexpertin, Schulleiterin der ev. Schule Berlin Mitte und Mitbegründerin der Initiative Schule im Aufbruch, anhand einer aktuellen Studie, dass nachgewiesenermaßen auch gute Schüler von der Form des gemeinsamen Lernens profitieren.

Inklusion