1 - 13: Länger gemeinsam lernen

Es ist nachgewiesen, dass der bevorstehende Wechsel auf die weiterführende Schule nach der vierten Klasse zu einem enormen Stress bei den Kindern führt. Man weiß mittlerweile auch, dass allein durch den Systemwechsel und vermutlich durch den damit verbundenen Stress die Leistungen der Schüler absacken können. Das damit einhergehende Sortieren in unterschiedliche Leistungsniveaus ist in höchstem Maße diskriminierend und nicht geeignet, um ein besseres Miteinander unterschiedlicher sozialer Schichten zu fördern.

Herr Hubert Hüppe, der damalige Behindertenbeauftragte der Bundesregierung erklärte am 25.11.2012 in Münster anschaulich, was ihn u.a. überzeugt habe, warum es besser sei, in Schulen alle gemeinsam zu unterrichten:  Er sei einmal provokant gefragt worden, ob er glaube, dass, wenn sich drei Autisten zusammensetzten, plötzlich einer auf die Idee käme, sich mit den anderen zu unterhalten, oder ob er glaube, dass Sprachbehinderte besser Sprechen lernten, wenn sie in der Schule mit anderen Sprachbehinderten zusammen lernen? Am besten stelle man sich dann noch vor, dass die Eltern ebenfalls sprachbehindert sind.

Deshalb ist das Stichwort längeres Gemeinsames Lernen eng verbunden mit dem Thema Inklusion (Eine Schule, die wirklich offen ist für alle).

Alle Kinder können gemeinsam Lernen, bis sie den für sie möglichen Abschluss gemacht haben. Sei es Mittlere Reife, Fachhochschulreife oder Abitur. Es ist kein Schulwechsel nötig. An unserer Schule kann ein Kind von Klasse 1 bis 13 lernen. Das Miteinander von ganz Kleinen und ganz Großen ermöglicht besondere Formen des Reifens in Bereichen des gegenseitigen Respekts, Fürsorge und der Rücksichtnahmen.

Weitere Infos zu diesem Aspekt erhalten Sie auch auf den Seiten des Bündnisses Länger gemeinsam Lernen:

bestes-lernen.de

Länger gemeinsam lernen